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:: Erdbeben in Haiti: Ein Monat nach der Katastrophe

Port-au-Prince - 12. Februar. „Unsere Arbeit macht ständig Fortschritte. Der größte Lohn dafür ist, zu spüren, dass unsere Hilfe bei der Bevölkerung willkommen ist“, sagt der THW-Einsatzleiter in Port-au-Prince, Stefan Tahn aus Itzehoe. Seit dem 18. Januar laufen die Trinkwasseranlagen des THW in Haiti rund um die Uhr. Zunächst nur zwei in unmittelbarer Nähe des Flughafens, mit dem Eintreffen des zweiten Teams der Schnell-Einsatz-Einheit Wasser Ausland (SEEWA) wurden zwei weitere in Léogâne aufgebaut. „Wir haben in den vergangenen Wochen etwa 3,5 Millionen Liter Wasser aufbereitet und an die Bevölkerung abgegeben“, bilanziert Tahn.

Trinkwasser gehört weiterhin zu den am dringendsten benötigten Versorgungsgütern in Haiti. „Wir waren am Anfang eine der ersten internationalen Organisationen die hier Wasser aufbereitet haben, mittlerweile sind aber auch andere Organisationen mit ihren Anlagen da und die Lage entspannt sich langsam“, sagt der THW-Einsatzleiter. Aufbereitet und verteilt wird das Wasser unterdessen mit der Unterstützung lokaler Kräfte. Damit folgt das THW-Team dem Prinzip „Cash for Work“ (Bargeld gegen Arbeit), in dem Betroffene nach Katastrophen in die Nothilfe und Katastrophenbewältigung eingebunden werden. Dadurch erhalten diese eine Arbeit und die Hilfsmaßnahmen erfahren eine größere Akzeptanz in der Bevölkerung. Die lokalen Mitarbeiter werden im Umgang mit den Trinkwasseraufbereitungsanlagen geschult, fahren Tanklastwagen und werden an den Verteilstellen eingesetzt. In Port-au-Prince wird das nach Qualitätskriterien der Weltgesundheitsorganisation (WHO) aufbereitete Trinkwasser an 20 Abgabestellen unter anderem im Stadtteil Carrefour an die Menschen verteilt. In Léogâne wurde am THW-Camp ein Wasserkiosk eingerichtet und die Bevölkerung über Radiodurchsagen darüber informiert. Mit dem mobilen Trinkwasserlabor überprüft das THW die Wasserqualität in der Region.

Im Basislager in Léogâne, nahe dem Epizentrum des Erdbebens, bietet das THW neben der Versorgung der Bevölkerung mit Trinkwasser auch anderen Organisationen logistische und sanitäre Unterstützung an. So stellt das THW-Team beispielsweise die Stromversorgung für die Operationssäle medizinischer Organisationen in der Nachbarschaft sicher. In dem THW-Camp haben sich außerdem die Mitarbeiter anderer deutscher und internationaler Hilfsorganisation niedergelassen.

Die deutsche Botschaft in Port-au-Prince wird seit dem Beginn der humanitären Nothilfe vom THW bei der Koordinierung der deutschen Hilfsmaßnahmen unterstützt. Auf Bitten des Auswärtigen Amtes wurde auf dem Botschaftsgelände eine Koordinierungsstelle eingerichtet.


Ansprechpartner für die Presse:

Nicolas Hefner: 0172-2882928

Oliver Hochedez: 0173-2969106

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