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:: Fachleute untersuchen Mauereinsturz in der Spreegasse

Viele Schaulustige verfolgten am Sonntagabend den Einsatz von Feuerwehr und Technischem Hilfswerk (THW) in der Spreegasse. Im Hinterhof eines Gebäudes war die Stützmauer des Hanges zum Teil eingestürzt, und um Platz für die zwei Dutzend Hilfskräfte und sechs Fahrzeuge zu schaffen, war die Straße gesperrt worden. Die THW-Leute sicherten mit einer Stützkonstruktion den Teil der Mauer, der nicht zusammengefallen war. Denn die Gefahr war groß, dass auch dieser Teil noch einstürzte. „Im Mauerwerk hatte sich schon eine Beule gebildet“, sagte THW-Einsatzleiter Rico Mittag.

Er und seine Leute trugen das Stützmaterial über ein verwinkeltes Treppenhaus auf den Hinterhof, gegen 23 Uhr hatten sie es geschafft, die Sicherung stand. Für die Bewohner des Hauses bestand keine Gefahr mehr. An den zusammengefallenen Mauerabschnitt erinnert ein Trümmerhaufen und das in der Luft hängende Geländer. Die Stützkonstruktion ist allerdings keine Dauerlösung, betonte THW-Mann Mittag. Der Hauseigentümer müsse jetzt so schnell wie möglich einen Gutachter beauftragen und prüfen lassen, wie es zu dem Unglück kommen konnte und welche weiteren Schritte nötig seien.

Gestern hätten sich auch Verantwortliche der Bauverwaltung ein Bild von der Situation gemacht, sagte André Wucht, Pressesprecher der Stadt. Ob jetzt möglicherweise weitere Bereiche an den Hängen oberhalb der Spreegasse unter die Lupe genommen werden, um Unglücksfällen vorzubeugen, konnte Wucht aber noch nicht sagen. Die Unglücksursache stehe noch nicht fest. Allzu wahrscheinlich sind weitere Untersuchungen allerdings nicht. Der Unglücksfall sei so speziell, dass dies an anderer Stelle wahrscheinlich nicht auftreten könne, so Wucht. (he)

Sächsische Zeitung vom 23.03.2010


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