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:: Urlaubsfahrt nimmt ein tragisches Ende

Ein Bus mit 15 Insassen stürzt bei Bautzen in die Tiefe.

Ankunft in Sachsen in den späten Abendstunden, verhieß die Reisebeschreibung für den Sonnabend, den achten und letzten Tag des Slowenien-Urlaubs. Die Mehrzahl der Reisenden stieg in Dresden aus. Noch vierzehn Urlauber aus der Oberlausitz saßen in dem erst fünf Jahre alten Bus, den ab der Landeshauptstadt ein neuer Fahrer steuerte. An der Abfahrt Bautzen-Ost wollte der 63-Jährige die Autobahn verlassen, in der Spreestadt sollten weitere Reisende aussteigen.

Wenige Minuten nach 18 Uhr passierte das Unglück. Statt abzubremsen und nach links auf die Bundesstraße 156 abzubiegen, schlingerte der Bus geradeaus weiter. Er durchbrach die Leitplanke und stürzte, sich überschlagend, den Abhang hinunter. Etwa zehn Meter tiefer kam das Fahrzeug stark verbeult zum Stehen.

Keine zehn Minuten später waren die ersten Rettungskräfte vor Ort. Insgesamt mehr als 100 Frauen und Männer von Polizei und Technischem Hilfswerk, mehreren Feuerwehren, des Deutschen Roten Kreuzes und des Arbeiter-Samariter-Bundes kümmerten sich um die Verunglückten. Alle 15 Insassen des Busses waren verletzt, einige schwer. In Zelten erfolgte die Notversorgung. Vier Rettungshubschrauber und mehrere Krankenwagen brachten die Verletzten in Krankenhäuser der Region. Martin Hottinger, Chef des Bautzener Autobahnpolizei-Reviers, leitete den Einsatz vor Ort. Kurz vor 20Uhr erhielt der Erste Polizeihauptkommissar einen Anruf: Eine schwer verletzte 65-jährige Frau ist im Krankenhaus gestorben.

Helfer sammelten das Gepäck der Reisenden, das sich teils noch im Bus befand, teils darum verstreut lag. Eine Firma barg mit schwerem Gerät den Bus. „Der wird untersucht und bleibt beschlagnahmt, bis die Unfallursache feststeht“, erklärte Hottinger. Die Autobahnabfahrt Bautzen-Ost und der darüberführende Abschnitt der B156 blieben bis in die Morgenstunden des Sonntags gesperrt.

Der Geschäftsführer des Eibauer Reiseveranstalters, Ulf Künzelmann, besuchte gestern die Verletzten. Einige von ihnen könnten in den nächsten Tagen nach Hause. Mit dem Fahrer, den er als einen sehr erfahrenen und zuverlässigen Mitarbeiter beschrieb, konnte er nicht sprechen; der steht unter Schock. Andere Reiseveranstalter und Busfirmen hätten den Eibauern ihr Mitgefühl versichert und Hilfe angeboten, so Künzelmann.(Von Tilo Berger)

sz-online.de vom 23.06.2008


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