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Großdubrau,

Junidienst beim THW Bautzen: Brunnen-Beräumung und Ausbildung

Eigentlich stand für unseren Ortsverband ein normales Dienstwochenende auf dem Plan, bevor wir ausbildungstechnisch in die große Sommerpause gehen. Doch statt Theorie und Übung mit dem Einsatzgerüstsystem (EGS) ging es am Samstag für einige Einsatzkräfte nach kurzer Planungsphase direkt in ein Einsatzgeschehen.
Erkundung eines Brunnens. Foto: THW Bautzen/ André Stickel

Erkundung eines Brunnens. Foto: THW Bautzen/ André Stickel

In Großdubrau galt es, neben einem Sportplatz gelegen, einen 15 Meter tiefen Brunnen von seinem hartnäckigen Wurzelwerk zu befreien und das unter herausfordernden Bedingungen. Ein Einsatz, der gleichermaßen als intensives Training für Teile des Technischen Zuges genutzt werden konnte, da hier gleich mehrere Fachgruppen miteinander verzahnt arbeiten mussten.
 

Mit dabei waren der Zugtrupp, die Bergungsgruppe sowie die Fachgruppe Notversorgung/Notinstandsetzung. Um den Einsatz sicher durchzuführen, mussten die Arbeiten unter umluftunabhängigem Atemschutz erfolgen. Bevor die Atemschutzgeräteträger (AGT) der Bergungsgruppe ihre Arbeit aufnehmen konnten, musste der Wasserspiegel mit einer Tauchpumpe abgesenkt und der Brunnen belüftet werden. 
 

Diese Arbeiten übernahm die Fachgruppe Notversorgung/Notinstandsetzung, die gleichzeitig den Bereitstellungsraum für die Einsatzkräfte aufbaute und auch die Logistik für die beim Einsatz angeforderten und benötigten Materialien übernahm.
 

Die Fachgruppe Wasserschaden/Pumpen setzte ihre geplante Ausbildungsmaßnahme am Vorstau in Neumalsitz um. Schwerpunkt des Trainings war der Umgang mit der leistungsstarken Schmutzwasserkreiselpumpe "Hannibal", die beeindruckende 5.000 Liter Wasser pro Minute fördern kann. Auch die Wasserförderung, durch das Verlegen einer Schlauchstrecke mit F- Schläuchen war an diesem Tag ein wichtiger Bestandteil der Ausbildung, wie auch die Umsetzung von Einsatztaktiken.
 

Parallel dazu legte der ESS-Trupp (Einsatzstellensicherungs-System) den Fokus auf Ausbildungsthemen wie Funk, Führungsstruktur und Zusammenarbeit mit Bedarfsträgern. Des Weiteren auf praktische Übungen zum Messen von Distanzen und Neigungen. Außerdem erhielten zwei neue Teammitglieder eine umfassende Einweisung in das hochmoderne Sicherungssystem. 
 

Auch die THW-Jugend absolvierte einen 24 Stunden Dienst voller Spannung, Spaß und Spiel auf dem Gelände des Ortsverbandes. Übernachtet wurde in eigens dafür aufgebauten Großzelten. Mehr dazu aber in einem gesonderten Bericht in den kommenden Tagen.
 

Ein herzliches Dankeschön geht heute an Frau Vogel, für ihren nicht ganz selbstverständlichen Sonderdienst in der Küche. Denn es galt viele hungrige Einsatzkräfte und Jugendliche zu verpflegen, was letztendlich mit Bravour gemeistert wurde!


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