07.02.2020, von André Stickel

Kein Schwein kommt mehr durch

Das THW baut Wildschwein-Barrieren

Lesezeit 3 Minuten

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) ist neben der klassischen Schweinepest und der Maul- und Klauenseuche eine der gefürchtetsten Tierseuchen weltweit. Sie ist aufgrund der immensen Ansteckungsgefahr, sowie einer hohen Sterblichkeit bei den betroffenen Tieren, nach wie vor enorm gefährlich.

Zwar ist die Afrikanische Schweinepest eine schwere Virusinfektion, aber es erkranken ausschließlich Wild- und Hausschweine. Die Erkrankung verläuft in der Regel tödlich für die Schweine, ist jedoch für den Menschen und seine anderen Haustiere vollkommen ungefährlich.

So gesehen sind es die wirtschaftlichen Folgen bei einem möglichen Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest, die ab Freitag, den 7. Februar 2020 das Technische Hilfswerk (THW) auf den Plan gerufen haben, da die Exportgeschäfte der deutschen Schweinefleischindustrie, sowie die landwirtschaftliche Schweinehaltung bei einem positiven Befund stark eingeschränkt werden könnten. Das THW leistete deshalb, zur Vorbeugung der Tierseuche, Amtshilfe für das Sächsische Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz im Landkreis Görlitz.

Denn in den vergangenen Wochen wurden mehrere tote Wildschweine nur wenige Kilometer von der deutsch-polnischen Grenze entfernt aufgefunden, und damit steht für deutsche Schweinezüchter sowie Schweinehalter eine wirtschaftliche Katastrophe vor der Tür.

Ein Grund mehr, alles zu versuchen den Virus auf seinem Weg von Osteuropa aus fernzuhalten, was das Technische Hilfswerk (THW) Anfang Februar 2020 auch tatkräftig umsetzte. Und zwar durch den geplanten Bau einer ca.80 Kilometer langen, elektrischen Wildschwein-Barriere von Rothenburg nach Zittau. Diese wird in den kommenden Wochen in Teilabschnitten fertig gestellt.

Der 75 Zentimeter hohe und mobile Zaun soll verhindern, dass die Afrikanische Schweinepest nach Sachsen und damit nach Deutschland eingeschleppt wird. Denn Deutschland würde dadurch sofort den aktuellen Status „seuchenfrei“ verlieren. Die dazu notwendigen Präventivmaßnahmen sind in den betroffenen Bundesländern bereits angelaufen.

Eine gute Sache also mit dem Barrieren Bau, finden die Einen. Doch es gibt auch Stimmen, welche den Sinn der Maßnahme bezweifeln. Doch irgendwann muss ein Anfang gemacht werden, und es sollte in einer solchen Situation, neben der erhöhten Abschussquote für Wildschweine, nichts unversucht gelassen werden.

Damit kamen am Freitag für den Bau der elektrischen Wildschwein-Barriere drei Aufbauteams zu je fünf THW Helfern aus den Ortsverbänden Görlitz, Zittau und Bautzen zum Einsatz. Der Ortsverband Riesa wurde mit dem Transport des Zaunmaterials betraut, und die Versorgung der Helfer und der Kräfte des Veterinäramtes oblag dem Ortsverband Görlitz.

Das Technische Hilfswerk möchte sich zum Schluss noch einmal recht herzlich bei den Tierärzten vom Veterinäramt des Landkreises Görlitz für die hervorragende Zusammenarbeit bedanken, und hofft, dass es mit seiner Hilfe auch zukünftig großen Schaden abwenden kann.

 

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