Oehna, 13.04.2022, von André Stickel

Taucheinsatz am Vorstau der Bautzener Talsperre in Oehna

Das Technische Hilfswerk (THW) leistete am Mittwoch mit 17 Einsatzkräften einen Einsatz der besonderen Art. Für den Verkauf einer Fußgänger- und Versorgungsbrücke durch die SachsenEnergie AG an die Stadt Bautzen, sollte ein Gutachten mittels Unterwasseraufnahmen durch Foto und Video über deren Mittelpfeiler erstellt werden. Aus diesem Grund wurde einige Wochen zuvor das THW Bautzen um Hilfe gebeten.

Quelle: OV-Bautzen / Susan Schmidt

Quelle: OV-Pirna/Susan Schmidt

Die erforderlichen Genehmigungen zur wasserrechtlichen Gestattung dieses Einsatzes konnten durch den Einsatzleiter Andreas Heinrich schnell und absolut unkompliziert von der Unteren Wasserbehörde des Landratsamtes Bautzen eingeholt werden. Für den Betrieb eines notwendigen Mehrzweckarbeitsbootes (MzAB) mussten die gängigen Sicherheitsvorschriften für den Einsatz von Verbrennungsmotoren auf Gewässern beachtet werden, denn beim Ab- und Anlegen, sowie für den Betrieb des Bootes galt es die Ufer des Gewässers vor Schäden und anderen Nachteilen unbedingt zu schützen. Eine weitere Besonderheit bei diesem Einsatz lag in der Tatsache, dass es sich am Vorstau in Oehna um ein unbekanntes, strömendes Gewässer handelte, welches nicht zum Baden freigegeben ist.

In Zusammenarbeit mit den Bergungstauchern und der Fachgruppe Wassergefahren des THW-Ortsverbandes Pirna, begann der Einsatz gegen 9 Uhr mit dem Briefing aller Einsatzkräfte. Auch der Auftraggeber, sowie der Staumeister der Talsperre Bautzen, waren an diesem Morgen an der Einsatzstelle, um eventuell aufkommende Fragen gleich vor Ort zu klären. Danach wurde das Mehrzweckarbeitsboot durch die Bootsführer an einer sogenannten Slipstelle vorsichtig zu Wasser gebracht. Denn der Einsatzpunkt am Mittelpfeiler der Brücke war für die Taucher und ihre schwere Ausrüstung schlecht zu erreichen. Mit Hilfe des Bootes konnte der sichere Transfer über Wasser gewährleistet werden.

Erst nach umfangreichen Vorbereitungen, z.B. die Kontrolle der sicher angelegten Taucherausrüstung, erkundete eine Taucherin von den insgesamt fünf angereisten Pirnaer Bergungstauchern nach kurzer Fahrt an die Brücke ihr Einsatzgebiet und erstellte im Anschluss die erforderlichen Unterwasseraufnahmen. Ein zweiter Taucher stand zur Sicherheit während des gesamten Einsatzes fertig ausgerüstet bereit, um im Notfall sofort eingreifen zu können.

Zum Einsatz kamen Leichttauchgeräte mit einer Einsatzzeit von 60 bis 120 Minuten pro Tauchgang in 4,5 Metern Tiefe. Die Sichtweite der Bergungstaucherin war sehr gut und betrug in etwa zwei Meter. Durch sie wurden die Aufnahmen des Pfeilers mit unterwasserfähigen Kameras an der Tauchermaske angefertigt und dem Einsatzleiter in Echtzeit übertragen. Die Auswertungen der Bilder und Videos erfolgten noch vor Ort. Sie konnten damit innerhalb kürzester Zeit dem Gutachter übergeben werden.

Die Verpflegung der Einsatzkräfte wurde durch den Ortsverband Bautzen sichergestellt.


  • Quelle: OV-Bautzen / Susan Schmidt

  • Quelle: OV-Pirna/Susan Schmidt

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